Statistik 2017

So sah die Statistik 2017 aus

Seit 2017 dürfen wir im Verband 224 Mitgliedsbühnen betreuen – eine Zahl, auf die wir schon ein bisschen stolz sind, sind wir doch damit weiterhin der drittgrößte Verband im BDAT, direkt hinter Bayern und Baden-Württemberg! Die Austritte (wegen Vereinsauflösung) hielten sich zum Glück mit zwei in Grenzen, und wir hoffen auf lebhafte Theatergruppen auch in 2018!

Und doch – und das verwundert sehr – hatten wir in allen fast allen Bereichen geringere Zahlen als in 2016. So kratzen wir zwar jetzt an der Zahl 14.000, was die Mitglieder angeht (zum Vergleich: 2016 – 13.710 Mitglieder; 2017 – 13.984 Mitglieder), dennoch sind weniger Kinder und Jugendliche darunter, was wir außerordentlich bedauern. Wir wüssten sehr gern, woran es liegt, dass so wenige Bühnen und Theatergruppen Ki-Jus integrieren oder eigene Gruppen haben. Zeitmangel? Personalmangel? Angst vor der Verantwortung?

Auch die Anzahl der gespielten Werke ist von 445 auf 379 gesunken; 50 Bühnen konnten wieder gar nicht spielen. Auch das ist wieder einmal mehr eine hohe Zahl, die nachdenklich stimmen muss – fast ein Viertel aller Bühnen, einige schon das zweite oder dritte Jahr hintereinander. Entsprechend sank die Zahl der (Neu)Inszenierungen von 352 auf 261 ziemlich stark – die Zahl der Aufführungen hielt sich jedoch mit 2138 zu 2126 zum Glück recht konstant. Die Zahl der Besucher sank leicht von ca. 261.000 auf ca. 255.000 – wobei aber einige Bühnen leider keine Besucheranzahl angegeben hatten und diese gesunkene Zahl noch dazu vor dem Hintergrund zu sehen ist, dass die Waldbühne Niederelsungen nur alle zwei Jahre Freilicht spielt – im Jahr 2017 war dort „Luther“ zu sehen – und dann jeweils allein ca. 20.000 Zuschauer „beiträgt“. Um diese Zahl bereinigt, fällt der Vergleich mit 2016 deutlich schwächer aus!

Auch in 2017 überwog die Anzahl der Eigenproduktionen und -bearbeitungen bei weitem mit 76 und 66. Bei den gekauften Stücken waren wiederum der Plausus Theaterverlag, dicht gefolgt vom VVB Verlag und vom Deutschen Theaterverlag Weinheim, am beliebtesten – wie auch schon die zwei Jahre zuvor, nur in anderer Reihenfolge. Weiterhin wären noch der Verlag für Kindertheater Weitendorf und der Johannes Galli Verlag, Verlag Felix Bloch Erben und der Rowohlt Theaterverlag mit jeweils 14, 11 und 9 Stücken zu nennen. Die Beliebtheit der Verlage – abgesehen von den ersten drei, die konstant bei unseren Mitgliedsbühnen oberste Priorität besitzen – verschiebt sich immer mal wieder leicht.

Unter den Stücken wurden genau 100 mal Kinder- und Jugendtheater gespielt, davon allein 40 mal klassische Märchen (vorwiegend Brüder Grimm, aber auch Andersen und Hauff), einige „moderne Klassiker“ wie „Räuber Hotzenplotz“, „Momo“, „Der kleine Prinz“ und „Pippi Langstrumpf“ bis hin zu modernen Jugendstücken wie „Die Welle“, „Reckless“ und „Sucht – gemeinsam einsam“ und einige (moderne) Klassiker von/für Jugendliche (Die Nibelungen, Biedermann und die Brandstifter). Im Erwachsenenbereich überwogen bei weitem die Komödien und Schwänke mit ca. 100 Werken. Hier waren alle Bereiche vertreten – vom Bauernschwank in Mundart bis zum klassischen Boulevard-Theater. Aber auch einige Schauspiele und Dramen waren vertreten, so z. B. „Das Tagebuch der Anne Frank“ oder „Einer flog über das Kuckucksnest“ und ein paar Mal Shakespeare (Macbeth, Hamlet). In der Struktur unserer Mitgliedsbühnen hat sich nicht viel verändert – analog zur gewachsenen Mitgliederanzahl sind auch alle strukturellen Bereiche etwas angewachsen. Das Seniorentheater stagniert leider bei 5 Gruppen, ebenso das Kabarett. Erfreulicherweise wächst aber die Zahl der Gruppen, die Inklusives Theater anbieten, ebenso ist die Zahl der fremdsprachigen Theatergruppen um zwei von 5 auf 7 gewachsen (6x englischsprachig, 1x französischsprachig).

Übrigens ist es uns wiederum gelungen, 100 % unserer Mitgliedsbühnen zur Abgabe der Statistik zu bewegen – wir würden uns aber sehr freuen, wenn manche Bühnen nicht immer wieder die „Karenzzeit“ bis zum allerletzten Tag ausnutzen würden, sondern fristgerecht spätestens am 31. Januar die Statistik an uns senden würden – vielfach sind es nur wenige Zahlen und Kreuzchen, die gemacht werden müssen, die Zeit dafür dürfte mich weit über 6 Wochen auch nicht zu kurz dazu sein. Ich freue mich schon auf eure Statistik für 2018 spätestens am 31. Januar 2019!

Bedanken möchte ich mich – auch im Namen des gesamten Präsidiums – hier noch einmal für alle guten Wünsche, für die vielen Grüße, die den Statistiken auf Zetteln angehängt wurden oder in Sternform gebastelt beilagen. Ich freue mich immer über alle sehr, aber kann leider nicht alle einzeln beantworten!

Allen unseren Mitgliedsbühnen wünsche ich ein theaterreiches, erfolgreiches und glückliches Spieljahr 2018! Besonders drücke ich allen Bühnen, die letztes Jahr (ungeplant, aus welchen Gründen auch immer) nicht spielen konnten, ganz fest die Daumen, dass es weitergeht und unsere gemeinsame Leidenschaft nicht wegen Spielermangel, Krankheit oder fehlender Räumlichkeiten zum Erliegen kommt!

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